- Neun technische Mini-Prompts erzeugen Querschnitte, Blueprints, Explosionsansichten und Anleitungen.
- Am Porträt sind viele Ergebnisse surreal oder inhaltlich erfunden.
- Mit einem klaren Produktfoto wird derselbe Prompt deutlich nützlicher.
- KI-Grafiken sind keine Bau-, Reparatur-, Medizin- oder Sicherheitsanleitungen.
Ein technischer Begriff kann ein Bild sofort nach Ingenieurszeichnung aussehen lassen. Das ist beeindruckend und gefährlich zugleich.
In diesem Teil habe ich alle neun Prompts zuerst auf dasselbe Porträt losgelassen. Das war absichtlich ein unpassender Test. So sieht man besonders gut, was das Modell mit einem Begriff macht, wenn das Ausgangsmotiv keine Maschine ist.
Danach habe ich /explodedView zusätzlich mit einer neutralen, fiktiven Kamera getestet. Der Unterschied ist größer als jeder längere Prompt.
Diese Bilder sind visuelle Konzepte. Verwende sie nicht als anatomische, medizinische, elektrische, mechanische oder sicherheitsrelevante Anleitung. Bauteile, Reihenfolgen, Maße und Beschriftungen können frei erfunden sein.
26. /cutaway: ein Blick ins Innere
/cutaway Die KI teilte das Gesicht vertikal und setzte auf eine Seite mechanische Innenteile. Die Idee eines aufgeschnittenen Modells ist klar. Inhaltlich hat das nichts mit echter Anatomie zu tun.

Nützlich für: Science-Fiction, Character Design, Buchcover und technische Stilfindung.
Erstelle aus dieser Idee eine rein fiktive 16:9-Cyborg-Illustration. Linke Gesichtshälfte menschlich, rechte Hälfte eindeutig mechanisch. Keine medizinische Beschriftung, keine Marken, kein Text und keine realen anatomischen Behauptungen. 27. /explodedView: am Porträt eher ein Gag
/explodedView Das Modell zerlegte Kopf, Brille, Bart, Gesicht und Hoodie in schwebende Ebenen. Als surreales Poster funktioniert das. Als Erklärung funktioniert es nicht.

Nützlich für: auffällige Cover, Designexperimente und visuelle Metaphern.
Erstelle eine saubere 16:9-Illustration der Porträtbestandteile als künstlerische Ebenen: Brille, Gesicht, Bart und Hoodie. Gleichmäßige Abstände, zentrale Achse, dunkler Hintergrund. Keine technischen Labels, keine Anatomiebehauptung, kein Logo und kein Text. Der faire A/B-Test mit einem Produkt
Für einen sinnvollen Vergleich habe ich zuerst ein neutrales, markenloses Kameramodell erzeugt.

Danach kam exakt derselbe Ein-Wort-Prompt:
/explodedView 
Plötzlich ergab die Ausgabe Sinn. Gehäuse, Objektiv, Sensorbereich, Platinen und Bedienelemente wurden räumlich getrennt. Die konkrete Konstruktion ist trotzdem nicht verifiziert. Als Konzeptbild für ein Produkt oder eine Präsentation ist das Ergebnis aber wesentlich brauchbarer.
Nutze die Explosionsansicht nur als Layoutvorlage. Erstelle eine neue unbeschriftete Produktgrafik der fiktiven Kamera mit logisch ausgerichteten Baugruppen entlang einer horizontalen Achse. Erhalte Form und Material des Ausgangsprodukts. Keine Marken, keine Texte, keine erfundenen Maße und keine zusätzlichen Teile. 28. /blueprint: überzeugender Stil, erfundene Angaben
/blueprint Das Porträt wurde zu einer weißen Linienzeichnung auf blauem Raster. Dazu kamen Maße und Eigenschaftslabels. Sie sehen technisch aus, sind aber komplett erfunden. Der Stil funktioniert, der Informationsgehalt nicht.

Nützlich für: Maker-Poster, Thumbnail-Stil, technische Moodboards und Präsentationshintergründe.
Erstelle eine Blueprint-Illustration des Porträts ohne Beschriftungen, Maße oder erfundene Eigenschaften. Weiße präzise Konturlinien auf dunkelblauem Raster, frontal, symmetrisch, 16:9. Keine Wörter, Zahlen, Logos oder technischen Behauptungen. 29. /xray: die Identität verschwindet
/xray Das Ergebnis zeigte einen Schädel und Oberkörper im Röntgenstil. Bart und Brille waren kaum noch identitätsstiftend. Gerade bei diesem Prompt wird deutlich: Der Effekt kann die ursprüngliche Person fast vollständig ersetzen.

Nützlich für: Halloween, Science-Fiction und symbolische Visuals, nicht für Medizin.
Erstelle eine eindeutig stilisierte Science-Fiction-Röntgenillustration des Porträts. Orange Brille und Bart bleiben als leuchtende äußere Silhouette erkennbar. Keine medizinischen Labels, keine Diagnose, keine realen Messwerte, kein Logo und kein Text. 30. /anatomy: hübsch beschriftet, nicht verlässlich
/anatomy Die KI kombinierte das Porträt mit einer anatomischen Gesichtshälfte und vielen kleinen Labels. Selbst wenn einzelne Begriffe plausibel aussehen, darf man diese Grafik nicht als Lernmaterial übernehmen. Der Generator optimiert auf den Eindruck einer Lehrtafel, nicht auf geprüfte Fachrichtigkeit.

Nützlich für: Stilprototypen und fiktive Illustrationen.
Erstelle eine künstlerische, nicht-medizinische Split-Face-Illustration. Eine Hälfte bleibt das Porträt, die andere Hälfte wird als abstraktes Netz aus Lichtlinien dargestellt. Keine Organe, keine Labels, keine Fachbegriffe, kein Text und kein Logo. 31. /crossSection: der Querschnitt als Poster
/crossSection Der Begriff erzeugte einen vertikalen Querschnitt durch Kopf und Hals. Visuell ist die Aufteilung sofort verständlich. Anatomisch bleibt sie eine KI-Erfindung.

Nützlich für: surreale Poster, Konzeptkunst und visuelle Metaphern.
Erstelle einen abstrakten Querschnitt durch die visuelle Identität der Person: außen Gesicht, orange Brille und Bart, innen farbige geometrische Ebenen für Ideen, Technik und Kreativität. Keine Anatomie, keine Beschriftung, keine Logos und keine Wörter. 32. /assembly: die Brille wird zur Baugruppe
/assembly Statt die Person zusammenzubauen, konzentrierte sich das Modell auf das auffälligste Objekt im Bild: die orange Brille. Daraus entstand eine mehrstufige Montageanleitung. Die kleinen Schritte wirken plausibel, sind aber nicht für eine reale Brille verifiziert.

Nützlich für: Layoutideen für Anleitungen und Social-Erklärgrafiken.
Nutze nur das Layout als Vorlage. Erstelle eine neutrale Montagegrafik mit sechs Schritten für eine fiktive Brille, ohne Texte und ohne Werkzeugsymbole. Zeige pro Feld genau einen klaren visuellen Schritt. Keine Marken, keine Maße und keine Sicherheitsversprechen. 33. /disassembly: surreal zerlegt
/disassembly Hier wurden Kopf, Ohren, Brille, Bart und Hoodie auseinandergezogen. Das Ergebnis liest sich sofort als Demontage, hat aber keinen praktischen Zweck. Als ungewöhnliches Plakatmotiv ist es erstaunlich stark.

Nützlich für: Poster, Albumcover, Editorial Design und kreative Übergänge in Videos.
Erstelle eine symmetrische künstlerische Demontage des Porträts in fünf Ebenen: Brille, Gesicht, Bart, Hoodie und Schatten. Alle Ebenen bleiben vollständig und unbeschädigt. Dunkler Studiohintergrund, keine Beschriftung, kein Logo und kein Text. 34. /howItWorks: die KI erfindet einen Prozess
/howItWorks Das Modell baute eine fertige Erklärtafel mit mehreren Schritten rund um das Porträt. Das Problem: Der dargestellte Prozess wurde nie vorgegeben. Eine visuell saubere Reihenfolge kann also komplett erfunden sein.

Nützlich für: Layout-Prototypen, nachdem der echte Prozess bereits feststeht.
Erstelle eine leere 16:9-How-it-works-Vorlage mit vier nummerierten Bildfeldern rund um das Porträt. Verwende ausschließlich die Zahlen 1 bis 4 und keine weiteren Texte. Viel freie Fläche für später gesetzte Beschriftungen, klare Leserichtung, keine Logos. Die wichtigste Regel aus diesem Teil
Je stärker ein Bild nach Fachwissen aussieht, desto kritischer musst du es prüfen.
Ein Filmplakat darf surreal sein. Eine Reparaturanleitung, Anatomietafel oder Sicherheitsgrafik darf das nicht. Nutze KI deshalb hier am besten für Komposition, Stil und erste Visualisierung. Die korrekten Bauteile, Texte und Arbeitsschritte setzt du anschließend aus verifizierten Quellen neu.
Mein Favorit aus Teil 4
Der A/B-Test mit /explodedView ist für mich das klarste Ergebnis der ganzen Serie. Am Porträt entstand ein kurioses Kunstbild. An der Kamera entstand sofort eine verständliche Produktgrafik. Nicht der längere Prompt machte den Unterschied, sondern das passendere Ausgangsmotiv.
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